Buchrezension „Filmeinsatz im Religionsunterricht“

978-3-525-77679-7

 

1. Auflage 2014
144 Seiten mit zwei Abbildungen kartoniert
ISBN 978-3-525-77679-7
Vandenhoeck & Ruprecht

Filmeinsatz im Religionsunterricht von Christian Feichtinger ist ein gutes Übersichtswerk. Allerdings ein kleiner Etikettenschwindel, denn im Grunde genommen geht es um den Spielfilmeinsatz. Der – eigentlich weitaus mehr verbreite und auch didaktisch meist sinnvollere –  Einsatz von Kurzfilmen wird nur am Rande gestreift.

Der Autor bietet vor allem eine Liste von 111 Spielfilmen, die jeweils kurz charakterisiert und deren thematische Anknüpfung an den RU genannt wird. Oft werden auch Links zu Unterrichtsmaterialien mitgeliefert. Im Internet wird diese Liste fort geschrieben.

Hinweise zur rechtlichen Situation in Deutschland und Österreich, eine ausführliche methodische Liste, sowie eine Sortierung der Filmtipps nach Schlagworten sind für die Praxis sehr hilfreich.

Einen eigenen oder neuen didaktischen Ansatz lässt Feichtinger vermissen und in seinen kurzen medienpädagogischen Ausführungen sind etwas unkritisch steile Thesen übernommen, wie die der Neurologen Small und Vorgan, die Hirnveränderungen beim modernen Multitasking-Menschen nachgewiesen haben wollen, weil der sich in einem „permanenten Zustand der Teilaufmerksamkeit“  befindet, bei dem man „stets etwas im Auge hat aber nie wirklich darauf konzentriert“ ist.

 Rainer Steib

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