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JIM-Studie 2012

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Wie jedes Jahr wurde auch in diesem November wieder die neue JIM-Studie veröffentlicht.

Festgestellt wird, dass für Jugendliche die Soziale Netzwerke ein zentraler Aspekt der Internetnutzung bleiben. Online-Communities zählen neben Suchmaschinen und Videoportalen zu den drei am häufigsten ausgeübten Anwendungen im Internet und werden von insgesamt 78 Prozent der 12- bis 19-Jährigen zumindest mehrmals pro Woche genutzt. 57 Prozent besuchen die eigenen oder fremden Profile im Netzwerk sogar täglich.

Erfreulich finden die Forscher, dass inzwischen 87 Prozent der Nutzer von Communities ihre Profildaten mit der Privacy-Option vor einem öffentlichen Zugriff schützen, im Vergleich zum Vorjahr ein erneuter Anstieg um acht Prozentpunkte. Allerdings ist gleichzeitig die durchschnittliche Anzahl der Freunde in der Community auf nunmehr 272 angestiegen (2011: 206 Freunde), so dass die Privatheit hier wohl relativ zu bewerten ist. Was die Sicherheit und den Schutz der, in der Community hinterlegten persönlichen Daten angeht, so fühlt sich laut Studie nur ein Zehntel der Jugendlichen sehr sicher. Im Vergleich zum Vorjahr hat das Vertrauen in die Communities bei den Jugendlichen abgenommen.

Zugenommen hat hingegen laut Studie, die Nutzung von Smartphones und in diesem  Zusammenhang die Nutzung des Internets auch unterwegs. Die für die Jugendlichen wichtigsten Apps sind hier die Apps der Sozialen Netzwerke.

Weitere Informationen und Download der Studie hier

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Wie ticken Jugendliche 2012 ?

 

Sinus-Studie u18 bildet sieben Lebenswelten junger Menschen ab

Dass es DIE Jugend von heute nicht gibt, sondern vielfältige Jugendwelten, die zum Teil gegensätzlich sind, ist spätestens seit der letzten Sinus Jugendstudie u27 von 2008 bekannt. Nach vier Jahren soziokulturellem Wandel schärft die neue Sinus Jugendstudie 2012 nun den Blick für die unter 18-Jährigen, die sie in sieben verschiedene Lebenswelten einordnet. Welche Werte, Lebensweisen und Wünsche an die Zukunft dahinter stecken, erfuhren rund 100 Hauptberufliche und Ehrenamtliche der katholischen Jugendarbeit am 23. April 2012 bei der ersten öffentlichen Präsentation für Baden-Württemberg in Wernau.

Eine Aussage trifft auf alle jugendlichen Lebenswelten gleichermaßen zu: Der wachsende Druck, effizient und nützlich zu sein; keine Zeit zu vertrödeln und nur an ihrer Leistungsfähigkeit bemessen zu werden. Die gesellschaftlich verbreitete Angst „abzurutschen“ führt bereits im Teenageralter dazu, dass die einen verstärkt nur an ihrem eigenen Fortkommen interessiert sind, während die der „prekären“ Lebenswelt sich frustriert zurückziehen. „Die gesellschaftliche Mitte der anpassungsbereiten Pragmatiker und Konservativ-Bürgerlichen grenzt sich bewusst nach unten ab“, bestätigt Peter Martin Thomas, Mitautor der Studie. Dieser Tendenz der Entsolidarisierung entgegenzuwirken sieht er als die vordringlichste Aufgabe der katholischen Jugendarbeit und ihrer Akteure.

In Sachen Glaube, Religion und Kirche bestätigt die Studie den schon 2008 sichtbaren Trend: Glaube ist für einen Großteil der Jugendlichen alltagstauglich, da er als persönliche Sinn-Suche gesehen wird – allerdings völlig unabhängig von einer Religionszugehörigkeit oder der Institution Kirche. Letztere wird, wenn überhaupt, als langweilig und veraltet wahrgenommen. Hier kann kirchliche Jugendarbeit nur punkten, wenn sie Kompetenz in jugendrelevanten Themen zeigt. Konkret: In Sprache, Ästhetik und Musik an ihr reales Leben und das, was sie bewegt, anknüpft.
 
Im Bereich Schule etwa könnten die Jugendverbände sich stärker mit ihrer Kompetenz der Gruppenarbeit, Streitschlichtung und Mentorenausbildung einbringen. Denn, ob jemand gerne zur Schule geht oder nicht, wird zum großen Teil durch das Gefüge der Klassengemeinschaft bestimmt. An erster Stelle sind jedoch die Lehrer ausschlaggebend dafür, wie Schule als Lernort bewertet wird. „Dass auch außerschulisches Engagement und die Medien weitere Formen von Lernen sind, gaben nur Jugendliche der expeditiven und sozialökologischen Lebenswelten in den Interviews an“, führt Thomas weiter aus. Dabei spielen Medien eine übergeordnet wichtige Rolle im Leben aller Jugendlichen.

Angebote zur Medienkompetenz und Medienethik wären da ein weiteres Betätigungsfeld für die katholische Jugendarbeit, um mit mehreren jugendlichen Lebenswelten in Kontakt zu treten. Die Analyse der Mediennutzung der 14- bis 17jährigen zeigt, dass der BDKJ und seine Mitgliedsverbände mit ihrer Präsenz in sozialen Netzwerken, den richtigen Kommunikationsweg eingeschlagen haben.

Jugendliche aus allen Lebenswelten engagieren sich bei Themen, die ihr Umfeld und das Zusammenleben mit ihren Mitmenschen betreffen. Während der BDKJ dies als politisches Engagement betrachtet, wird dies so von den Jugendlichen selbst selten wahrgenommen. Hier gilt es, stärker zu kommunizieren, an welchen Orten und in welchen Formen Engagement möglich ist – sei das sozial, ökologisch, politisch oder kulturell. „Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe, als Vertreter dieser jungen BürgerInnen für den Erhalt zeitlicher Freiräume zu kämpfen, die Engagement erst möglich machen“, meint Ulrich Müllerschön, Diözesanleiter BDKJ/BJA.

Um allen Interessierten, die mit und für Jugendliche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart arbeiten einen ersten Einblick in die Ergebnisse der Studie zu ermöglichen, bietet der BDKJ Vorträge und Workshops dazu an.
Kontakt: Fachstelle Jugendpastoral, Martin Fischer

Mehr Informationen zur SINUS-Jugendstudie

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